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Historische Kommission warnt vor inflationärem Gebrauch des Faschismus-Begriffs

Die Historische Kommission besuchte im Rahmen ihrer Tagung den Standort des ehemaligen Revolutionsdenkmals auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, das vor 100 Jahren der Öffentlichkeit übergeben worden war. Obwohl das beeindruckende Monument von Ludwig Mies van der Rohe nur acht Jahre Bestand hatte und von der NS-Verwaltung 1935 abgerissen wurde, hat es sich als Ikone der Moderne tief im kulturellen Gedächtnis verankert. Die Historische Kommission informierte sich darüber, wie das wichtige Objekt der Erinnerungskultur im Stadtraum sichtbar und vermittelt werden kann.

Mit Blick auf die aktuelle Mediendebatte und Diskussionen in der Partei warnt die Kommission vor einem undifferenzierten Umgang mit dem Faschismus-Begriff. Sie erinnert daran, dass kurzschlüssige Zuordnungen und Fehleinschätzungen den Aufstieg faschistischer Regime in der Vergangenheit eher begünstigt haben.

Außerdem beriet die Kommission über die erwarteten Schwerpunkte der historisch-politischen Debatte im Jahr 2027. Eine Handreichung dazu wird in Kürze dem Parteivorstand und den Landesverbänden zur Verfügung gestellt.

Jürgen Hofmann